Ferropolis - Stadt aus Eisen

Inmitten des ehemaligen Tagebau Golpa-Nord erhebt sich eine Halbinsel. Sie bildet das Fundament für die am 14.12.1995 gegründete Stadt aus Eisen: Ferropolis.

Hier im stillgelegten Tagebau, wo fast 30 Jahre Braunkohle für die Kohlekraftwerke Zschornewitz und Vockerode gefördert wurde, findet ein ökologischer Umbau der Natur statt.

Mit dem neuen Jahrtausend begann die Flutung des Tagebaurestloches. In nur 3 Jahren wird ein 580 ha großer See entstehen.

Folgende Vorschläge zur Anreise haben wir für sie ausgesucht.

Als die Sanierung und Rekultivierung des stillgelegten Tagebaus im August 1991 begann, kamen Architekten am Dessauer Bauhaus auf die Idee, fünf Tagebaugroßgeräte als Teil der völlig neu entstehenden Landschaft zu bewahren.

"Steel Wheels"

Neben Gebäuden, einem Portalkran und Werkstätten besteht die Stadt aus einem Ensemble von 3 Braunkohlebaggern und 2 Absetzern. In einem Kreis von 40-50 Meter Durchmesser angeordnet, bilden sie die Kulisse oder den Rahmen zu einer Arena, die vier Meter tief im Boden versenkt ist und die Bagger noch größer erscheinen lässt. Hier sollen - auch im Rahmen der EXPO 2000 -  Tagungen und Theaterveranstaltungen sowie Pop- und Rockkonzerte durchgeführt werden.

Ehrfürchtig wandelt man unter den riesigen Großraumgeräten. Ihre Namen sind "Medusa", "Gemine", "Little Mosquito" und "Mad Max". Sie werden derzeit renoviert. Der größte Bagger, "Big Wheel", steht etwas abseits. Er wird dem Verfall preis gegeben. Er ist wohl das größte Klettergerüst für Schlingpflanzen.

Nach der 1 1/2 stündigen Besichtigungstour durch die hiesige Geschichte des Bergbaus, erhält man in Kaffees die Möglichkeit, die gewaltigen Eindrücke zu verarbeiten.